Am Goetheturm

Immer gern Wald
Föhrenwuchs Bäumegedräng
streng der Geruch bittrer
Geheimnisse

Heraustreten aus dem
Tannenkreis Friedenszone
aus derben Stämmen
steigt braun der Turm
weiches Holz der tastenden
Kinderhand einst
vertrautes Aroma nach duftendem
Honig im Kampf mit
atemraubendem Gift
Stufe um Stufe unter Flehen
heimlich um gutes Geleit

Ausblick den angstgeweiteten
Augen auf Wege auf Häuser
und Menschen Vertrautes
mit einem Mal schreckensfremd
und eben doch nah
höher und weiter Kopf und Gedanken
streng gerichtet in die Ruhe
des Himmels endlich gekrallt
ins Holz und dennoch stolzer Sieg
über die Lüfte neuer Blick
und augenblicklich gewandelt
zu drängender Sehnsucht