Am Rande

In alle Falten
fallen Schleier aus Staub
verwandeln die Landschaft
Schwefelluft stülpt sich
ein Vorhang aus Wolken

Himmelloser Ort
bleiben möchte ich nicht
da wo niemand
verweilt
Rundherum Hügel
bedeutungslos und müde
nur krankes Schorfgestein
gebrochenes Geröll
erbricht sich weithin grenzenlos

Und Mauern flachgehetzt
sie fliehen im Wind In
papierblasses Nichts
Und Fensterhöhlen
wie Augenlöcher
lauschen sehnsuchtsvoll als
bangten sie um Verlorenes

Wenige Schafe
magere Lebenszeichen in
den Hang geduckt
stockfleckig
wie aus Stein kauen sie
auf harschen Resten
vergessener Nahrung