Apfelweintraum

Am Abendhimmel suche ich
die Türme der Stadt gedämpft
klingt sie herüber in meine Straße.
Kopfsteinpflaster in nassem Glanz
spärlich sprüht Regenlicht rollen Räder
behutsam als wollten sie nicht stören
Häuser zusammengerückt in einen
engen Flecken Leben wohnlich gefiltert
unter sparsamem Schein der Laternen.

Die strahlenden Wangen der Äpfel
lächeln knackig in herbstlichen
Abend die Wirtshausschilder erinnern
Sonnenwärme Wünsche nach abendlicher
Gastlichkeit honigströmenden Duft
nach Heimat unter wohnlichen
Lichtern. Mundartlachen Stimmen-
Gemeinschaft lockt hinter
dunkel getäfelte Türen.

Im Freien davor frösteln Blätter zu
kleinen Haufen in Gelb in Grün
sie kreiseln Geraschel tanzen den Herbst.
Tische Bänke vertrautes Bild aus warmen
Tagen, sie harren unverdrossen draußen,
tief drinnen hüten sie Sonnensehnsucht.
Vor feuchtgrauer Herbstmauer möchte
ich Sommer träumen.