Blau

Zur Unkenntlichkeit verhüllt
in blaues Tuch, billig verblasst.
Sie stolpern durch blaue Welten, selbst-
entfremdet, traurig monochrom.

Blicke verhindert, in Nichts gerichtet,
Welt in Stücke zerschlagen,
hinter blauen Gittern: allein, aus-
gesperrt, eingesperrt, Einschluss in Farbe.

Dünngescheuert die Hoffnung, müde-
gewartet. In fader Vergeblichkeit
taumelt Zeit, Tage lang wie Nächte,
Schleier sinken nieder, verwaschen blau.

Zerbrochen die Brücke, der Weg zum
Herzen, nur sehnsuchtsbittrer Geschmack.
Ungehört verhallen die Wörter, sie passen
nicht ineinander, die Lippen burkaverklebt, blau.