Des Nachts

Abgeräumt  
der Tag iöst sich 
in Richtung Abend  
ich denke 
in die Dunkelheit
wächst an zu schweren Tönen 

ich zupfe
ihre fusselige Ruhe
nächtliche Kälte 
sickert aus den Wänden 
die Stille lastet bleiern 

an der Oberfläche  
ich atme in die Nacht 
und meine Sorgen
sie vertrödeln hier 
mit mir die Zeit
wie immer stumm gelehnt in
irgendwelchen Ecken
Schlaflosigkeit
ich zähle sie und
ordne sie nach Klang 
nach Farben

die Luft leert sich 
und mich beschleichen 
ernste Zweifel ob
je ein Morgen kommt