Ein Zug durchs Bahnhofsviertel

Gleis elf. Am Ende. Gesucht wird die Welt.
Kennt ihr schon die Reise zum Sofakissen?
Ahmet spricht Welt, was wir zu schätzen wissen.
Cocos vereiste Milch. Schön kalt gestellt.

Beim Swingingball  rockt heiß der Salsabär.
Im Café daneben gähnt uns eine Leere.
Das Irish People zerschlägt sich die Ehre.
Und Kongolesen lieben den Kath. Ich den Eclair.

Im roten Kasten glüht die Palme tot
Jerome, er mag, was manche Männer mögen.
Ein Sexy-Toy, was kostet ein Vermögen?

Im Wüstenzelt schläft man teuer kommod
Beim Nizza hoch oben raucht‘s neblig Türkis.
Gelandet bist du, scheint’s, im  Paradies.

Gleis elf. Am Ende. Gesucht wird die Welt.
Die Haxen und Fritten verschwimmen im Fett.
Das machen die Säfte mit Tofu nicht wett
Dann lieber Erleben auf anderem Feld.

Der Bahnhof bietet dem Pilger fast alles,
was seine fromme Fahrt verkürzen kann.
Was zöge den Sucher am Ende in Bann?
Das wär seine Unschuld im Falle des Falles.

Der Kundige lässt gerne den Bahnhof aus.
Zieht nur, auf die Schnelle, ein Brötchen sich rein.
Dazu, schon in Eile, beim Sylter den Wein.

Auch ich flüchte hektisch zum Tore hinaus.
Ich möchte so gern etwas Neues wissen:
Kennst du denn die Reise zum Sofakissen?

Die Antwort lautet: die Form jetzt tauschen.
Dann kannst du in Ruhe den Versen lauschen:

die züge im sack fahrn nach nie da.
wer mitfährt, kommt öfter nicht wieda.
so bleib ich hier sitzen
und seh, wie sie flitzen.
und summ‘ meine kleinen Lieda.