Einst (2013)

Der kleine Garten einst.
Abendkühle unter Blättern
Lichter unscharf abgemildert
knappes Gebüsch es zaust
es rundet sich zu Plätzen gepflanzt
auf schiefe Sockel die bröckeln
grau. Draußen blass in Ungewissheit
nur Rosen gleich am Rand fahl ohne
Duft die Blüten schwer von
Staub. An dunkler Mauer
Käfige gepackt voll Vögel
die Federn rauschen mit den
Blättern Flügel schrappen
gegen Gitter Schnabelklappern
wisperndes Geraune.

Dort saß sie einst. Mit ihm.
Allein im Garten. Sich an
ihn schmiegen einig werden
zerfließen wie im Traum.
Sie spürte seinen Rücken
ihre Wange suchte Halt.
Er stemmt sich hoch
aufrecht den Kopf
gewendet ließ geschehen den
Blick ins Weite vielleicht
sehnt er sich zu den Vögeln.
Ein Fell räudig vor ungestilltem
Hunger streicht ihr ums Bein.
Achtet sie kaum. Wer war sie
denn? Ein Nichts? Da
hockt sie nun konturenlos verwischt
kaum mehr entzifferbar
rutscht sie ins Leere aus
dem Rahmen ihrer Zeit.