Einzig (Leben, das sich nicht auf Leben reimt)

Boden wellig flach besät mit Scherben
dürre Halme schief geweht sie füllen
Wand zu Wand vergessen windgefegt
und in Erinnerung menschenalt.

Mauern mählich eingesunken Spuren
Rinnsal schrundig tief gegraben
verblichen Zeugen längst gekämpfter
Schlachten in wütender Vergangenheit.

Inmitten einsam klein ein Bäumchen
es greifen Äste störrisch frech gespreizt
zum Tanz wollen vorsichtig rauschen.

Dahingetupft zartgrün mit Blüten
knittrig weiß wie Seide fein gelegt
ein Bild von einzig immer neuem Leben.