Heimkehr

Der Main ein Fluss seit Kinder-
zeit Heimkehr Freude eines
Wiedersehens schon vom Zug aus
Zeichen von Heimat. Bald
erwartet mich der Bahnhof ahne
ich schon Metallgeschmack bitter
und schwer Gleisgelichter Augen-
blick köstlicher Ankunft. Ich
beobachte sie die Möwen Flüge
in steilem Schwung segeln sie
elegant beinahe kokett zeichnen

Kreise akkurat als könnten sie
nicht anders. Boote ziehen
geduldig Bahnen unter dem
Donner zorniger Räder. Wohliges
Wiedererkennen vertraut die Türme
der Finanzimperien Kirchen weit
im Osten breitbeinig die Bank Europas
dunkle Skulptur leutselig in Nach-
barschaft mit dem tausendjährigen
Dom. Und immer wieder Möwen-
kreise Schnäbel kantig gereckt ruckender

Kopf in ewigen Windkanälen zugig
die Bäume wenden ungehalten die
Häupter über grauen Uferwiesen.
Unvorstellbar – kein Fluss begleite die
Stadt meine Gänge und Aushäusig-
keiten. Ein Winter ohne Möwengalerien
Silhouetten zackig aufgereiht aus
vereisten Stangen die Schnäbel übel-
launig wasserwärts gerichtet die eisige
Luft den Wind mich kälter spüren
mit ihnen frieren lassen.