Herstblues

Zeit blass geschneidert Licht
versickert in Wolkenschäbigkeit.
Drangsaliert vom Wind die Bäume

Blätter tanzen in Todesfarben
höre ich ihren Schrei nach Leben.
Tot baumeln sie an mürrischem

Geäst Baumgerippe machen
Gegend Platz und sichtbar.
Krähen von den Dächern

fallen schneiden mir Kälte-
Melodien ins Sommerherz und
mit geschlossenen Augen atme ich

Nebelgeschmack erträume im
Dunkel Blütenfarben halte die
Sonne unter den Wimpern und

rette mir das Licht damit es
überlebt in meinen Gedanken.