Ich stehe

Ich stehe und warte.
Gelehnt an das Licht
an die frühen Sonnenstrahlen
spüre ich die Zeiten des Jahres.

Mit Blicken folge ich dem Lauf
der Straße den Büschen Bäumen
ich fühle das zart wachsende Grün
lausche den Blüten ihrem
raschelnden Knospengeflüster
an knotigen Ästen ihrem
flüchtigen Seidenweiß. Die Zweige
greifen weit hinein in wärmere Zeit
in langen Linien spielen die
strammen Schatten.

Ich spüre die Zeiten des Jahres
den Sommer kann ich schon auf der Zunge
schmecken ich betrachte die Wolken
als flatternde Baumwollrüschen düsen sie
durchs orange Blau des Himmels
hoch über arglosen Flugzeugen
und zunehmendes Licht eröffnet mir
teure Freudenräume baldiger Sonnentage.