Lass mich!

Lass mich! Alles ist einmal
und hier, wie immer ereignislos, wo
ich auch dränge, mein Leben
hämmere in rostige Annalen, Pläne
versiebt.

Hautfalten negativ, geraten die
Träume ins Stolpern und
über mir schwimmen die Flug
Zeuge bauchoben. Nur mühsam
halte ich aus.

Maulhelden rauschen bunte
Reden, keuchen in Flüster
Tüten ihr fettes Krähengelächter,
und schwarze Motten fliehen
ihnen aus Ohrkanälen.

Lass mich! Sogleich aufschwingen
will ich mich, flechte Fanfaren
mir ins Herz, kreise hinauf
zu den Wolkenschlössern,
verpasse meinen verirrten

Gedanken neue Hoffnungs
Schnüre, verlasse die Zeiträume,
unbewohnbar geworden,
frisiere meine Flügel und singe
die Melodie meiner Ankunft.