Rotes Land

Blutig rot spreizen die Berge ihre
strotzenden Schenkel in steile
Lüfte  das gerissene Fleisch
jäh nach oben gestülpt

unendlich die Bögen in der Höhe
Mulden wie Hüte auf
das Land in Wellen und rund die
massigen Steine gehen am Berg

Wolken aufgequollne Fische
bauchoben schwimmen sie weiter
in endlosen Zügen ziehen stetig
der Ewigkeit entlang

in die Tiefe geduckt verborgen
in unsere Unterwasserwelt
schreiten wir auf dem Boden des
Meeres ahnungslos um aufrechte

Haltung bemüht auf die
Hüte die Haube gesetzt
die Kleider strudeln im
Meerwasserwind umflattern sie

uns in Steinfarbenrot die
Stimmen Metall ein  matter Klang
in der Strömung und in den Armen wir
wiegen die frisch geschlachteten Lämmer