Wie das Leben

Jung, so steht er.
Hoffnungsfroh bereit.
Breitet steil die Arme, nur
fliegen weit weit von allen,
den Weg in unbekannte Fernen.

Reckt sich empor auf
Zehenspitzen, sehen
sollen sie ihn, seine
Statur, seine Kraft, mächtig,
Mann möchte er sein.

Ein Blick zur Seite, knapp,
die Mädchen, schauen sie?
Scheu die Augen bedeckt.
Allein also, allein unter
Männern, unter sich.

Er wirft den Kopf, das
Kinn kantig gerückt. Raum
fassen die Schritte, greifen
im Kreis, dem Adler gleich,
dehnen, drehen, schmiegen in Töne.

Trommeln, sie hämmern
schnell und schneller, in
männlichen Schlägen.
Winzige Schritte eng voreinander
gestellt, taumeln in Seligkeit.

Brust vorgeschoben in Wonne
schwellend auf und ab frei
dem andern entgegen, be-
drängen im Kampf, eindringen
und schlagen und stechen
mit Lust, besiegen in Liebe.

Die Zähne gebleckt zum
Biss, feucht das Lächeln
schlüpfriger Lippen, verzückt
die Augen geschlossen
wie im Wahn.

Wildes Getrommel, Melodien
rasen, Hingabe erleuchtet
sein Gesicht. Heiser der Schrei.
Stillstand und Ruhe
mit dem letzten Schlag.